Exkursionen 4. Exkursion der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter des Sächsischen Landtages  - VeMdL e.V. 22.08.2014 „Landwirtschaft in Sachsen und Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen“

28 Exkursionsteilnehmer trafen sich am Hotel „Seehof“ in Zwenkau, um zur 4. Exkursion der VeMdL e.V. zum Thema „Landwirtschaft in Sachsen und Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen“ aufzubrechen. Die Verknüpfung Landwirtschaft und Energiegewinnung aus erneubaren Quellen bot sich an, da zwischenzeitlich eine ganze Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben dazu übergegangen sind, Strom, Wärme und Kraftstoff aus Biomasse selbst zu erzeugen. So zu sagen als 2. Standbein.

Kompaktierungs-/Verbrennungstechnikum Leiter: Michael Junold Forschungsbiogasanlage Leiter: Ulf Müller Motorprüstand Leiter: Jörg Schröder Gasthof Grüne Eiche/Werben Vor der 500 kW-Biogasanlage mit  GF Hans-Uwe Heilmann Vor der Milchviehanlage Agrarproduktion Kitzen e.G. Milchviehanlage Kitzen mit 470 Milchkühen Jungtieraufzucht Kälber-Iglos mit für ca. 35 Kälber Boxenlaufstall mit insgesamt 600 Plätzen Dr. Reinhard erklärt Koll. Günther die Milchverarbeitung oder umgekehrt? Hofladen - Direktvermarktung Landgut Nemt Quelle: http://www.landgut-nemt.de/wir-ueber-uns/hofmolkerei-dehnitz.html Produkte - Direktvermarktung Landgut Nemt Quelle: http://www.landgut-nemt.de/wir-ueber-uns/hofmolkerei-dehnitz.html Selbstversorgung im Erzgebirge 2014 Quelle: M. Lersow Anlieferung und Sortierung von Bio-Zwiebeln Erlebnisbericht hier 5. Exkursion der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter des Sächsischen Landtages  - VeMdL e.V. 29.08.2015 „Wismut GmbH - Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus in Sachsen und in Thüringen“ Verwaltungsgebäude Schacht 371, Seitenansicht Exkursionsgruppe, 2. von links: Stefan Hohenhausen, Gesamtbetriebsratsvors. und stellv. AR-Vors. der Wismut GmbH; Carsten Wedekind, 2. von rechts, Sanierungsbereichsleiter der Wismut GmbH Förderturm mit ehem. Maschinehaus Schacht 371 Zur Vergrößerung; Bilder anklicken Beim Vortrag von C. Wedekind Schnitt Grube Schlema-Alberoda,  Quelle: Wismut GmbH M. Clemens im Gespräch mit Stefan Hohenhausen Uranerzgewinnung bei der SDAG Wismut im Tagebaubetrieb in den 50ziger Jahren, Quelle: Lersow 2007 (Wismut GmbH) Sanierungsvolumen der Wismut GmbH 1990, Zusammenstellung: Lersow 2007 (Wismut GmbH) Sanierungsstand 2015 5,9 Mrd. von 7,1 Mrd. Euro wurden dafür verausgabt; Quelle: Wismut GmbH Haldenlandschaft Schlema 1992 Quelle: Wismut GmbH Blühende Landschaft 2013 Quelle: Wismut GmbH Würdigung von Ingrid und Kurt Biedenkopf für ihre Unterstützung und ihren Glauben an die Wiedererstehung von Bad Schlema Carsten Wedekind erläutert die Sanierung der Haldenlandschaft um Bad Schlema und des Deformgebietes Würdigung von Ingrid und Kurt Biedenkopf für ihre Unterstützung und ihren Glauben an die Wiedererstehung von Bad Schlema Dr. Oliver Titzmann erläutert Topografie und Historie und gibt Auskunft über die Nachnutzung sanierter Flächen um und in Bad Schlema Standort und Lage sanierter Halden um Bad Schlema, Quelle: Wismut GmbH Betriebsfläche Luchsbachtal 1990,  Quelle: Wismut GmbH Wetland „Pöhla“, im Tal die alte WBA, Quelle: Lersow 2006 (Wismut GmbH) OBM`in Heidrun Hiemer begrüßt die Exkursion der VeMdL e.V. Der Vorsitzende des Vereins Zinnkammern e,V., Frank Weißpflog bei der Begrüßung Bergführer Weißpflog und Exkursions-leiter Lersow vor der Grubenfahrt Bergführer Weißpflog bei seinen Erläuterungen Bergführer Hauptmann erläutert die Herstellung eines Bohrrasters Grube Pöhla, Querschlag 2 Bergbrot, „Am Buffet“ Geologe Dr. Marco Roscher von der Saxore Bergbau GmbH, Freiberg Geologische Erläuterung am Stoß Lasershow in der Zinnkammer Exkursionsausklang mit Bergbier im Hotel „Waldidyll“ in Hartenstein Für die Richtigkeit der im Bericht verwendeten Zahlen und Datensätze zeichnet Dr.-Ing. Michael Lersow allein. Sie sind durchgängig belegt bzw. basieren auf nachprüfbaren Datenmaterial. Schreib- bzw. Übertragungsfehler sind ausgenommen. 7. Exkursion der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter des Sächsischen Landtages  - VeMdL e.V. 09.09.2017 „Besuch der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen und der historischen Altstadt mit Albrechtsburg und Dom zu Meissen“ Porzellan-Orgel_640x480_47_Sekunden.WMV Zum Erklingen lassen: 	einfach anklicken 6. Exkursion der Vereinigung ehemaliger Abgeordneter des Sächsischen Landtages  - VeMdL e.V. 24.09.2016 Ostsächsische Heide- und Kulturlandschaft Findlingspark Nochten  und Fürst-Pückler- Park Bad Muskau

Am 09.09.2017 startete die 7. Exkursion in Nochten bei Weißwasser im dortigen Findlingspark. Pünktlich um 09:00 Uhr hatten sich 17 Exkursionsteilnehmer eingefunden. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung begann die Führung durch das Parkgelände. Ein herausragendes Beispiel für die naturnahe Rekultivierung der durch den Braunkohlentagebau zerklüfteten Landschaften in der Lausitz ist der Findlingspark Nochten in der Nähe des Kraftwerkes Boxberg am Rande des Tagebaues Nochten und in unmittelbarer Nähe zum Landschaftspark Bärwalder See. Eröffnet wurde der Findlingspark 2003.


In Europas einzigartigen, ca. 20 ha großen Parkanlage konnten wir die ca. 7.000 Findlinge jeder Größe und Gestalt bestaunen. Diese waren ursprünglich durch die Eiszeiten von Skandinavien in die Lausitz gelangt und später beim Abbau der Braunkohle zu Tage gefördert worden. Die teilweise gigantischen Steine - ein Granatgneis am Eingang des Parks wiegt fast 40 Tonnen - werden in dem riesigen Steingarten durch eine für die Region typische Bepflanzung in Szene gesetzt.

Etwa 100.000 Pflanzen und Gehölze wurden in einer künstlich geformten Landschaft platziert. Dabei wurden die naturnahen Themenbereiche des Areals so bepflanzt, dass der Park das gesamte Jahr über seinen Reiz auf seine Besucher ausüben kann. Ständig blühen im Lausitzer Findlingspark Nochten verschiedene Sorten von Natur- und Gebirgsheide, Polsterphlox und -nelken, Rhododendren, Sukkulenten, Formbäume, Ziersträucher und verschiedene Wasserpflanzen in einem künstlich angelegten Teich im Zentrum des Parks.

Wir erfuhren auf dem ausgewiesenen Rundweg von 3-4 km Länge viel Wissenswertes über den Braunkohlebergbau und die Rekultivierung der Landschaft und entdecken am Wegesrand eine einzigartige, für die Lausitz typische Flora.

Vom Gipfelpunkt des hügeligen Geländes reicht der Blick über den gesamten Park und die angrenzenden Waldgebiete bis in das Oberlausitzer Bergland. Zwischendurch laden Parkbänke und ein Pavillon immer wieder zum Verweilen ein. Einige konnte sich neue Inspirationen für den eigenen Steingarten zu Hause holen.

Nach einem Zwischenstopp im Gasthaus „Zur Linde“ in Krauschwitz, ging es nach Bad-Muskau. Zwei Objekte waren das Ziel unserer Begierde. Der Fürst-Pückler-Park und die Fürst-Pückler-Ausstellung im Schloss, so dass wir uns in zwei Gruppen teilten, die wechselseitig die Objekt besuchten. Für die Parkbesichtigung haten wir Pferdekutschen bei Kerstin Nowack Reit- und Fahrtouristik N&N geordert und so konnte es losgehen.


In der Romantik sollte Natur vor allem ein sein: natürlich. Als romantischer Landschaftspark stellt der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau damit den größtmöglichen Kontrast zur barocken Geometrie höfischer Gartenkunst dar.

Der Standesherr von Muskau, Graf (später Fürst) Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871), wollte seine Stadt nach eigenen Worten durch einen herrlichen und großen Garten verschönern und rief die Bürger von Muskau 1815 zur Anlage eines Landschaftsparks auf. Er erwarb Grundstücke zur Schaffung eines geschlossenen Parkareals, ließ das Dorf Köbeln umsiedeln und legte nach intensiven Studien in England ab 1815 den Park mit innovativen Konzepten an, unterstützt von Jacob Heinrich Rehder, und später von dessen Schüler, dem Gartenkünstler Eduard Petzold, der dort wirkte, als Pückler schon 1845 schuldenhalber Muskau hatte verkaufen müssen.


Zur Zeit des Fürsten Herman von Pückler-Muskau, entwickelte sich die ornamentalte Gartenkunst zur szenischen Landschaftskunst. Der vor allem als Reiseschriftsteller bekannt gewordene Fürst fügte Pflanzen und Landschaft zu einem perspektivenreichen Gesamtkunstwerk zusammen, das den Stil bis in die USA brachte.  

Der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau wurde in das im Jahr 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Am 2. Juli 2004 erfolgte die Aufnahme des Fürst-Pückler-Parks Bad Muskau in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.


Im ursprünglichen Park lagen die Stadt Muskau und mehrere Dörfer. Im heutigen Areal befinden sich immerhin noch das ebenfalls von Fürst Pückler umgebaute Neue Schloss, dessen umfassende Fassadenrekonstruktion 2011 abgeschlossen wurde, ein Museum im Renaissance-Bau Altes Schloss, das historische Tropenhaus mit Kakteen, das Kavaliershaus als heutiges Moorbad, der Bade- und Bergpark, der Schlosspark sowie die in maurischem Stil erbaute Orangerie. Petzolds artenreiche und europaweit berühmte Baumschule, das Arboretum Muscaviense, ist hingegen untergegangen. 2011 wurde die wieder errichtete Englische Brücke als weitere Neiße-Überquerung eingeweiht.


Das im Zweiten Weltkrieg vollkommen niedergebrannte Schloss im Herzen des Parks ist inzwischen fast vollständig wiederaufgebaut und beherbergt die Ausstellung »Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!«. Einen fantastischen Blick über den gesamten Fürst-Pückler-Park Bad Muskau genießen Sie vom 35 Meter hohen Schlossturm.



Den Abschluss bildete ein Vortrag von Herrn Winfried Böhmer vom „Aktionsbündnis Klare Spree" e.V., dessen Sprecher er ist, zum Thema: Verockerung der Spree und seiner Nebengewässer durch berbaubürtige Wässer. Er stellte uns nochmals das ganze Ausmaß vor, aber auch die gegenwärtig getroffenen Sofortmaßnahmen durch das Land Brandenburg und die LMBV mbH, unterstützt durch die LEAG, insbesondere durch Maßnahmen, die die Verockerungsausbreitung begrenzen, so dass insbesondere der Spreewald weitestgehend verschont bleibt. Dies sind Absetzbecken, Bekalkungen, kurze Zeitspannen bei der Ausräumung der Vorsperre der Talsperre Spremberg etc.

Herr Böhmer schilderte den Einsatz des Aktionsbündnisses und die doch recht gute Zusammenarbeit mit den öffentlichen Trägern. Als positiv stellte er heraus, dass in dem 2017 abgeschlossenen Verwaltungsabkommen zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Braunkohlenbergbaus auch Titel für Gegenmaßnahmen zur Verockerung enthalten sind.